BWS-Syndrom: Ursachen, Symptome und effektive Übungen für die Brustwirbelsäule

BWS-Syndrom: Ursachen, Symptome und effektive Übungen für die Brustwirbelsäule

Ein stechender Schmerz zwischen den Schulterblättern, ein Engegefühl im Brustkorb, Schmerzen beim tiefen Einatmen – das BWS-Syndrom ist eine der häufigsten Ursachen für Beschwerden im mittleren Rücken. Der Begriff fasst verschiedene Beschwerdebilder zusammen, die von der Brustwirbelsäule (BWS) ausgehen.

Was ist das BWS-Syndrom?

Das BWS-Syndrom (Brustwirbelsäulen-Syndrom) ist ein Sammelbegriff für Schmerzen und Funktionsstörungen im Bereich der zwölf Brustwirbel. Anders als bei Rückenschmerzen im unteren Rücken sind Bandscheibenvorfälle hier selten – die Brustwirbelsäule wird durch die Rippen stabilisiert. Die meisten Beschwerden sind muskulär oder funktionell bedingt: Verspannungen, Blockaden der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) und fasziale Verklebungen.

Typische Symptome sind: Schmerzen zwischen den Schulterblättern, Schmerzen beim Drehen des Oberkörpers, ein Gefühl von Steifheit in der BWS, atemabhängige Schmerzen (Schmerzen beim tiefen Einatmen) und ausstrahlende Schmerzen in den Brustkorb oder die Rippen (Interkostalneuralgie). Mehr dazu: vertiefte Kyphose Übungen.

Ursachen des BWS-Syndroms

Haltungsbedingte Ursachen dominieren: Langes Sitzen mit Rundrücken, Arbeit am Bildschirm mit vorgebeugtem Oberkörper und fehlende Bewegung im Alltag. Die Brustwirbelsäule verliert an Beweglichkeit, die Muskulatur verspannt sich und die Wirbelgelenke blockieren. Ein Rundrücken (Hyperkyphose) verstärkt das Problem massiv – mehr dazu: Rundrücken: Ursachen und Übungen

Weitere Ursachen können sein: Stress und psychische Anspannung (die Brustwirbelsäule reagiert empfindlich auf emotionalen Stress), Morbus Scheuermann (Wachstumsstörung bei Jugendlichen), degenerative Veränderungen (Arthrose der Wirbelgelenke) und in seltenen Fällen entzündliche Erkrankungen. Mehr zum Zusammenhang zwischen Stress und Wirbelsäulenschmerzen: Wirbelsäule, Stress und Schmerzen

6 Übungen gegen BWS-Syndrom

1. BWS-Rotation im Sitzen: Setze dich aufrecht auf einen Stuhl, verschränke die Arme vor der Brust. Drehe den Oberkörper langsam nach rechts, halte 5 Sekunden, dann nach links. 10 pro Seite.

2. BWS-Extension über Stuhlrücken: Setze dich mit dem oberen Rücken an die Stuhllehne. Lege die Hände hinter den Kopf und beuge dich langsam nach hinten über die Lehne. 10 Wiederholungen. Mehr dazu: HWS-Syndrom.

3. Cat-Cow mit BWS-Fokus: Vierfüßlerstand. Konzentriere die Bewegung auf den mittleren Rücken: rund machen – durchhängen lassen. 15 langsame Wiederholungen.

4. Thread the Needle: Vierfüßlerstand. Schiebe einen Arm unter dem Körper hindurch zur gegenüberliegenden Seite. 15 Sekunden, 5 pro Seite.

5. Foam Roller BWS-Mobilisation: Lege die Faszienrolle unter die Brustwirbelsäule. Arme hinter dem Kopf, langsam über die Rolle rollen. 10 Durchgänge.

6. Rudern mit Theraband: Im Sitzen, Theraband um die Füße. Ziehe die Ellenbogen nach hinten, Schulterblätter zusammen. 3 Sätze à 15. Kräftigt die BWS-aufrichtende Muskulatur. Mehr dazu: oberer Rücken Übungen.

BWS-Syndrom vorbeugen

Die beste Vorbeugung ist eine aufrechte Körperhaltung und regelmäßige Mobilisation der Brustwirbelsäule. Ein Haltungskorrektur T-Shirt kann dich im Alltag unterstützen: Es gibt dir ein sanftes taktiles Signal, sobald deine Schultern nach vorne fallen – die häufigste Ursache für BWS-Beschwerden.

Fazit

Das BWS-Syndrom ist unangenehm, aber in den meisten Fällen gut behandelbar. Mit täglicher Mobilisation, gezielter Kräftigung und einer aufrechten Haltung kannst du Beschwerden lindern und einer Chronifizierung vorbeugen.

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